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Über uns

Geschichte

Die Firma Johannes Beeken gibt es seit Ende Dezember 1956. Am Heiligabend des Jahres meldete der Firmengründer Johannes Beeken seine Firma an. Zwei Monate vorher hatte er - 23 jährig - vor der Industrie- und Handelskammer in Oldenburg seine Nahverkehrsprüfung abgelegt. Der Sitz der Firma war zunächst das Elternhaus in Petersdorf. Da aus finanziellen Gründen die Anschaffung fabrikneuer Maschinen und Geräte in den Gründungsjahren nicht möglich war, mussten als Grundausstattung ein gebraucht erworbener Trecker und zwei Anhänger ausreichen. Mit diesem Fahrzeug arbeitete Johannes Beeken beinahe Tag und Nacht.
Die ersten und bedeutendsten Auftraggeber waren die Bäuerliche Warengenossenschaft, das Moorgut Kartzfehn und die Mühle Themann. Mit diesen Kunden wurden Verträge geschlossen, die Transporte von Getreide zwischen Brake und Oldenburg nach Bösel vorsahen. Der Reinerlös für diese Fahrten war nicht üppig, - für eine Tonne Ladung von Oldenburg nach Bösel wurden sechs DM berechnet - aber bei einem 18- Stunden- Tag konnten nicht selten vier Fahrten durchgeführt werden, so dass abends die Kasse "stimmte".
Der Lohn der Mühe schlug sich auch äußerlich darin nieder, dass schon relativ bald nach der Betriebsgründung der erste feste Mitarbeiter eingestellt wurde.Auch der Maschinenbestand wurde erweitert: ein gebrauchter Seilbagger sowie ein nagelneuer LKW, der damals 32000-DM kostete, konnten angeschafft werden. Nun waren neben Fuhr- auch Erdarbeiten möglich. Dies war in der Zeit der Bauhochkonjunktur Anfang der 60er Jahre von großer Bedeutung. Jetzt hatte man die Möglichkeit, maschinell Keller auszuschachten, Mutterboden abzuplanieren und Wege zu bauen.

Die Grundlage für eine Betriebserweiterung, die auf dem elterlichen Hof nun aus Platzgründen nicht mehr möglich war, wurde durch den Kauf eines Bauplatzes an der Garreler Straße von der Gemeinde Bösel im Jahre 1960 geschaffen. Hier baute er sich ein Wohnhaus, und das Grundstück bot außerdem Platz für eine für damalige Verhältnisse geräumige Maschinen- und Fahrzeughalle, die allerdings erst in den Jahren 1967/68 entstand.
1962 heiratete der Firmeninhaber Maria Otto. Diese Eheschließung beeinflusste die Entwicklung des Betriebes entscheidend. Auch sie legte die Nahverkehrsprüfung ab und war in den folgenden Jahren für den kaufmännischen Bereich der Firma verantwortlich.

Um der steigenden Nachfrage an Sandlieferungen nachzukommen, erwarb Johannes Beeken im Laufe der Zeit Grundstücke zum Sandabbau oder pachtete sie, um die Sandmengen auszubeuten und das Land anschließend zu rekultivieren.

Gütezeichen der Firma - bis auf den heutigen Tag erhalten - sind: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Flexibilität und gute Mitarbeiter. Diese positiven Eigenschaften machten das Unternehmen nach und nach immer mehr bekannt, so dass in zunehmendem Maße Aufträge für die Erstellung von Straßen, Wegen und Plätzen auch von den Kommunen, Ämtern und Verbänden erteilt wurden. Es gibt wahrscheinlich nur wenige Häuser in Bösel, die ohne die "Dienstleistung" der Firma Beeken erstellt worden sind. Die gute Auftragslage hatte eine Erweiterung und Modernisierung des Maschinenparks zur Folge.

Im Jahre 1975 machte der Betrieb in der stetigen Aufwärtsentwicklung einen weiteren riesigen Schritt nach vorn. Vom Wasser- und Bodenverband der Friesoyther Wasseracht wurde der Auftrag erteilt, Grabenräumarbeiten durchzuführen. Dies bedeutete, dass Grabenräumgeräte angeschafft und der Maschinen- und Fahrzeugbestand beträchtlich erweitert werden musste. Für die Bewältigung der Arbeiten wurden Räumkolonnen von je
5 bis 6 Mann eingestellt. So wuchs die Arbeitnehmerzahl auf zeitweise 38 Beschäftigte an.

In den 80er Jahren nahmen die Aussiedlungsgedanken und die Verlegung des Betriebes ins Gewerbegebiet Sandwitten konkrete Formen an. War schon 1986 eine Reithalle gebaut worden, folgte 1988 der Neubau einer geräumigen Maschinenhalle und ein Jahr später die Erstellung eines Wohnhauses. Sohn Magnus beendete seine Ausbildung zum Bauingenieur der Fachrichtung Straßenbau und arbeitete zunächst im Betrieb mit. Seit Januar 1996 führt er eine eigene Firma, die "Magnus Beeken GmbH - Sandgrube und Immobilien".

Am 27.Oktober 1997 verstarb Firmengründer Johannes Beeken - allzu früh. Das ganze Unternehmen übernahm ab dem 01.01.1998 Dipl.Ing. Sohn Magnus Beeken als Inhaber. Wertvolle Unterstützung erfährt er in seiner Frau Monika, die mit einer weiteren Kraft das Büro leitet und die Fäden des Betriebes fest in der Hand hat.

Der Betrieb Beeken verfügt heute über zwei große Sandabbaugebiete. Das erste ist in Bösel am Steinbergsweg gelegen. Es hat eine Größe von ca. 68 Hektar. Im Nassabbauverfahren wird der Sand an die Oberfläche gespült. Gemäß der Auflage des Landkreises Cloppenburg, der Genehmigungsbehörde, wurde an der Südseite des Abbaugebietes ein Biotop angelegt. Auf Dauer wird hier für Bösel ein attraktiver Natursee, kein Badesee, entstehen.
Das zweite Abbaugebiet liegt in Kirchhatten. Hier wird im Trockenabbau der Sand abgefahren.

Zur Zeit hat das Unternehmen Beeken 25 Beschäftigte. Der Kundenkreis erstreckt sich im Umkreis um Bösel bis Bremen und Varel. Bei verschiedenen Großbaustellen war die Firma beteiligt; so beim Gehörlosenzentrum in Wechloy, beim Kinderkrankenhaus in Oldenburg, bei der Friesoyther Wasseracht, der Edewechter Käserei, beim Gewerbegebiet Tweelbäke und bei den Abbrucharbeiten zum Rathausbau in Bösel. Der Betrieb genießt einen guten Ruf und wird gern in Anspruch genommen, wenn es darum geht Biotope auszuheben oder Regenrückhaltebecken anzulegen.

Seit einigen Jahre ist das Recycling auf dem Gelände der Firma eine weitere Einnahmequelle. Der anfallende Bauschutt wird zunächst auf dem Hof gelagert. Im Laufe des Sommers sammeln sich im Allgemeinen ca. 10.000 Tonnen an. Dieser Schutt wird dann im Winter mit Hilfe eines Backenbrechers verarbeitet. Verwendung findet dieser zu 45er Körnung verarbeitete Schutt beim Straßen- und Wegebau und unter Pflasterflächen.

Wenn gesagt worden ist, dass die Firma Beeken bekannt ist und sich "einen Namen" gemacht hat, so gilt dieses insbesondere für das Niedersächsische Landesverwaltungsamt, dem Institut für Denkmalpflege, speziell für die Archäologische Denkmalpflege. Die Arbeiten am Straßenbau in Kirchhatten, Wiefelstede/Borbeck, Rastede, Edewecht, in Bösel-Buschland, in Metjendorf und als letzte Maßnahme bei der Umgehungsstraße von Friesoythe wurden vom Amt für Denkmalsschutz archäologisch.begleitet. Ein Baggerführer der Firma, Herr Heinz Tholen aus Bösel, ist für sein großes Können mit dem Bagger und durch seinen engagierten Einsatz auf mehreren archäologischen Ausgrabungen geehrt und ausgezeichnet worden. Firmeninhaber Magnus Beeken ist stolz auf all seine Mitarbeiter. Sie sind ein sehr gut eingespieltes, verlässliches und motiviertes Team.